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| relatives Richtungssystem, geradlinige Bewegungen |
Das zur Angabe der Tanzrichtung verwendete relative Richtungssystem geht immer von der aktuellen Blickrichtung als Vorwärtsrichtung aus. Ist einer Translation eine Rotation überlagert, wird als Bezugsrichtung der Tanslation immer die Vorwärtsrichtung zu Beginn einer als Bewegungseinheit beschriebenen Motionsfolge gewählt, unabhängig von den folgenden Orientierungsveränderungen. Relativ zur Bezugsrichtung werden vier Grundrichtungen im Winkelabstand von 90° mit speziellen Begriffen bezeichnet. Die diagonalen Zwischenrichtungen im Winkelabstand von 45° können aus jeweils zwei nebeneinander liegenden Grundrichtungen zusammengesetzt werden. Andere Winkelabstände können als Zahlenangabe zwischen 0 und 90 im Gradmaß angefügt werden.
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| relatives Richtungssystem, kreisförmige Bewegungen |
Mittels dieser Richtungsangaben können geradlinige Translationen recht einfach charakterisiert werden. Kreisförmige Bewegungen werden jedoch anders beschrieben. Dabei wird neben der anfänglichen Raumrichtung noch der Richtungssinn der Kreisbewegung angegeben. Je nachdem, ob der Kreisbewegung noch eine gleichzeitige Drehung überlagert ist, kann die anfängliche relative Raumrichtung während der Lokomotion gleich bleiben oder sich charakteristisch ändern. Die Anzahl der getanzten Vollkreise wird als Zahlenangabe vorangestellt. Teilkreise werden durch eine nachgestellte Zahlenangabe zwischen 0 und 360 im Gradmaß spezifiziert. Erfolgen weder Angaben für die Anzahl der Vollkreise noch für den Winkel eines Teilkreises, erfolgt die Kreisbewegung unspezifiziert, soweit es der Tanz zulässt.
Die Richtungsangabe von Rotationen erfolgt analog zur Angabe kreisförmiger Translationen durch Auszeichnung des Richtungssinnes der Drehung. Die Angabe einer anfänglichen Raumrichtung entfällt jedoch. Die Anzahl der Volldrehungen und des Winkels einer Teildrehung werden analog angegeben, wobei das Fehlen solcher Angaben eine Volldrehung bedeutet.
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| relatives Richtungssystem, Drehungen |
Bei kreisförmigen Bewegungen sind solche der Normalfall, bei denen der Tänzer zu Beginn in Kreisrichtung blickt und seine Blickrichtung dann immer in Kreisrichtung mitführt. Diese Lokomotionen werden Kreisdrehungen genannt und stellen technisch eine Überlagerung von kreisförmiger vorwärts gerichteter Translation und gleichzeitiger Drehung in die selbe Richtung mit dem selben Drehwinkel dar. Das Gleiche gilt für Kreisbewegungen, bei denen der Tänzer immer in Richtung Kreismittelpunkt oder radial davon weg blickt, wobei die kreisförmige Translation dann seitwärts gerichtet ist.
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Letzte Änderung: 1. Januar 2007 - © Kunst des Denkens 2003-2007
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