Die Welt des irischen Tanzes hat neben den ursprünglich keltischen auch andere europäische Tanzrhythmen assimiliert. So wurden auch Polkas, Mazurkas und Walzer adaptiert und gehören heute fest zum durch und durch irischen Repertoire. Den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Die ursprünglich tschechische Polka, irisch Polca ['pólkÉ], ist heute ein typisch irischer Tanz. Sie hat einen klaren 2/4-Rhythmus, wobei der erste Schlag betont wird. Die ersten beiden Schläge sind oft synkopiert, die letzten beiden Schläge gleichmäßig verteilt. In diesem Mischrhythmus entspricht der erste Halbtakt faktisch der Hornpipe, der zweite Halbtakt dem Reel. Relativ schnelle Polkas in der Tradition der Regionen Kerry und Cork werden Single Polkas, irisch Polca Singil [pólkÉ 'sìñgÉl], genannt und sind gemeint, wenn von irischen Polkas allgemein gesprochen wird. Demgegenüber ist bei den eher marschartigen Polkas in der Tradition der Region Sligo die Betonung des ersten Schlages weniger ausgeprägt, und sie werden wegen der fast doppelten Schlaglänge Double Polkas, irisch Polca Dúblach [pólkÉ 'du:blÉx], genannt. Diese Bezeichnungen folgen damit praktisch dem umgekehrten Schema wie bei den anderen Tänzen. Daher sind, um Verwechslungen zu vermeiden, die Bezeichnungen Irish Polka für den ersten Fall und Sligo Polka oder Clare Polka für die langsamere Variante vorzuziehen.
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| Rhythmenstruktur der Polka | ||||

Aus Polen wurde die Mazurka übernommen, die in ihrer irischen Variante nur noch den Rhythmus mit dem polnischen Original gemein hat, aber den typisch irischen Klang aufweist. Der 3/4-Rhythmus der Mazurka ist besonders durch die Akzentuierung des zweiten Taktteiles mit Synkopen gekennzeichnet.
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| Rhythmenstruktur der Mazurka (Notation und tatsächliche Verhältnisse) | |||||

Eine recht junge Bereicherung der irischen Musik- und Tanztradition ist der Walzer oder Waltz, irisch Válsa ['va:lsÉ]. Er stammt ursprünglich aus Deutschland und wurde wiederum vom österreichischen Landler abgeleitet. Irische Walzer haben aber sehr wenig mit den klassischen Wiener Walzern oder auch den English Waltzes gemein, sondern stellen einen inzwischen typisch irischen Musikstil dar.
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| Rhythmenstruktur des Walzers (Grundrhythmus und synkopierte Melodie) | |||||

Der Irish Waltz weist einen klaren 3/4-Rhythmus ohne Oberrhythmen auf, auch wenn die Melodie diesen Rhythmus teilweise umspielt. Jeweils der erste Schlag ist betont. Damit setzt er sich klar von der rhythmisch stark strukturierten Jig und ihren Abarten, sowie auch dem Slide ab. Außerdem ist sein Tempo wesentlich geringer.
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Letzte Änderung: 1. Januar 2007 - © Kunst des Denkens 2003-2007
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