An der Prüfung zum Tanzlehrer für Céilí Dances darf nur teilnehmen, wer mindestens 20 Jahre alt ist und für An Coimisiún "akzeptabel" ist, was immer das auch heißen mag. Diese Bedingung sorgt wirksam dafür, dass Kritiker keinen Zugang zum offiziellen Wettkampfsystem erhalten. Wer die Prüfung erfolgreich abschließt, erhält ein Zertifikat der Lehrberechtigung für Volkstanz - Teastas Múinteoireachta Rince Foirne ['tastÉs 'mu:nto:rÉxtÉ 'riñkÉ 'fó:nÉ] - und darf seinen Namen hinfort mit einem T.M.R.F. schmücken. Diese Abkürzung steht also nicht, wie meist fälschlich angenommen, Teagascóir ['ta:gÉs‰kó:É] oder Lehrer, sondern bezeichnet die Urkunde.
Die Prüfung selbst besteht aus drei Teilen. Zuerst erfolgt ein schriftlicher Test zum Céilí Dancing, um die Qualifikation der tänzerischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu überprüfen. Dem schließt sich ein praktischer Test im Lehren von Céilí Dances an, um die Lehrbefähigung zu bewerten. Für Kandidaten, die in Irland leben oder beabsichtigen, dort zu lehren, erfolgt zum Abschluss noch ein Test in irischer Sprache, der für Ausländer, die nicht in Irland lehren wollen, optional ist. Zieht ein solcher Lehrer jedoch später nach Irland, muss er diesen Test innerhalb von zwei Jahren nachholen.
Im schriftlichen Test zum Céilí Dancing werden Fragen zu den dreißig offiziellen Céilí Dances aus dem Buch "Ár Rince Foirne" - "Unser Volkstanz" - gestellt. Dabei werden mehrere Antworten vorgegeben, unter denen die zutreffenden ausgewählt werden müssen. Der Test gilt bei einer Bewertung ab 70% als bestanden. Die Fragen sind oft sehr formal und legen mehr Wert auf wortgetreue Kenntnis des Buches, anstatt auf praktische Kenntnis der einzelnen Tänze.
Zur Bewertung der Lehrbefähigung für Céilí Dances dient wiederum "Ár Rince Foirne" als Maßstab. Die Kandidaten müssen einer Gruppe von Tänzern Teile beliebiger Céilí Dances beibringen. Bewertet werden dabei vor allem die Anweisungen, die klar, präzise und für die Lernenden geeignet sein sollen, die Kontrolle über die Personen und die Gruppe als Ganzes, das Wissen zu den Tänzen und Bewegungen, die gelehrt werden sollen, die Stimme, die klar und gut hörbar sein soll, die Fähigkeit, die Tänzer durch die Bewegungen zu führen, und die Fähigkeit, Fehler der Tänzer zu bemerken und zu korrigieren. Natürlich muss ein Kandidat dabei auch nachweisen, dass er selbst fähig ist, die grundlegenden Schritte auszuführen. Der Test gilt bei einer Bewertung ab 70% als bestanden.
Im abschließenden irischen Sprachtest werden verschiedene irische Sprachkenntnisse überprüft. Der Kandidat muss Begriffe, die das Irish Dancing betreffen, kennen, muss fähig sein, einfache Unterhaltungen über sich und alltägliche Angelegenheiten zu führen und muss Grundfähigkeiten nachweisen, einfache irische Texte, speziell zum Thema Tanz, zu lesen. Dabei werden Verständnis, Flüssigkeit und Wortschatz bewertet, wobei aber der Bildungsgrad, das Alter und der persönliche Hintergrund des Kandidaten berücksichtigt werden. Der Test gilt bei einer Bewertung ab 50% als bestanden. Die Prüfungsgebühr beträgt 250 € (2005).
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Letzte Änderung: 1. Januar 2007 - © Kunst des Denkens 2003-2007
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