Schon vor Gründung von An Coimisiún entstanden in den irischen Auswandererkolonien Auslandszweige von An Conradh. Besonders in England und Schottland bemühten sich die irischen Nationalisten sehr darum, ihre kulturelle Identität zu wahren. Um sich in einer dem irischen Nationalbewusstsein traditionell feinlichen Umgebung zu behaupten, entwickelte sich dort Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts eine besonders starke und besonders radikale irische Kulturbewegung. Dementsprechend war auch die Organisation des Irish Dancing in England und Schottland von Anfang an unmittelbarer Bestandteil von An Conradh und An Coimisiún. Vor der Etablierung der Weltmeisterschaften waren die All England Championships neben den All Ireland Championships die wichtigsten Meisterschaften in der Welt des irischen Tanzes.
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts stieg die Zahl der in Großbritannien registrierten irischen Tanzlehrer kontinuierlich auf etwa 220 in England, 36 in Schottland und auch drei in Wales. Diese waren in insgesamt sechs Regionalorganisationen von An Coimisiún organisiert. Das Southern England Regional Council (S.E.R.C.) betreute das südliche England einschließlich Großraum London, das Midlands Regional Council (M.R.C.) Mittelengland, das North East England Regional Council (N.E.E.R.C.) den Nordosten, und das North West England Regional Council (N.W.E.R.C.) den Nordwesten Englands, während Schottland und Wales eigene Regionalorganisationen hatten.
Auch in Nordamerika war die organisierte irische Kulturbewegung bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts aktiv. Bis 1920 vermochte es der wesentlich liberalere, von amerikanischen Demokratieideen geprägte amerikanische Zweig von An Conradh, die irische Tanzbewegung in den USA zur größten und stärksten in der irischen Gemeinde zu machen. Das drückte sich unter anderem darin aus, dass mit Thomas Hill ein Amerikaner viermal hintereinander die irischen Tanzmeisterschaften gewann, in den Jahren 1909, 1910 und 1911 die All Ireland Championships von Cork und 1911 nochmals die von Dublin. Die relativ freie und zwanglose amerikanisch-irische Tanzbewegung war jedoch den Bürokraten in Irland schon bald ein Dorn im Auge. Jedoch erst An Coimisiún brachte Jahrzehnte später Ordnung, so wie sie es verstanden, in die irische Tanzbewegung der USA.
Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts kam Annie Slattery aus Dublin, spätere Vize-Präsidentin von An Coimisiún, nach San Francisco. Sie lehrte im Oakland-Gebiet und setzte dort die Politik An Coimisiúns durch. In Kanada siedelte sich 1947 mit Monica Dunne die erste von An Coimisiún zertifizierte Tanzlehrerin an. 1953 wurde von Mae Butler in Toronto die Mae Butler Academy of Dance gegründet, die bis heute die führende irische Tanzschule im Lande ist.
War An Coimisiún mit ihrem von An Conradh übernommenen Ziel, Irland "irischer" zu machen, zu Beginn noch voll auf Irland fixiert, begann sie sich ab etwa 1950 auch in den irischen Kolonien in anderen Ländern auszubreiten. Trotzdem blieb ihr Augenmerk noch lange hauptsächlich auf Irland gerichtet. Zu dieser Zeit gab es in Nordamerika nur sehr wenige von An Coimisiún zertifizierte Lehrer, die sich mit ihren Auffassungen in der liberalen irischen Tanzszene nicht durchsetzen konnten. So fanden sich Cyril McNiff, Peter Smith, Anna O'Sullivan, Kevin McKenna und Fedelmia Davis aus den USA und Mae Butler aus Kanada im März 1964 in New York im Irish Institute in der West 48th Street zusammen und gründeten die Irish Dance Teachers Association of North America (I.D.T.A.N.A.). Ihr Ziel war die Reorganisation des Irish Dancing entsprechend den Regeln von An Coimisiún. Die schon etablierten Tanzlehrer und Feis-Organisatoren sollten dazu gebracht werden, sich dem zu unterwerfen und sich einzugliedern. Dazu wurden folgende Nahziele formuliert:
Damit hatte man sich ziemlich ehrgeizige Ziele gesetzt, vor allem auch was den letzten Punkt anbetrifft, denn die Gründung der I.D.T.A.N.A. wurde 1964 in Irland noch kaum zur Kenntnis genommen. Zu den sechs Gründungsmitgliedern von denen Kevin McKenna zum Präsidenten gewählt wurde, gesellten sich bald Jimmy Erwin, Maura O'Reilly, Mike Bergin, Una Ellis, Tessie Burke und Dennis und Margie Dennehy. Im folgenden Machtkampf um die Führungspositionen konnten sich letztlich von der Gründergeneration nur Peter Smith und Mae Butler behaupten, die es bis zu Vizepräsidenten von An Coimisiún für die USA und Kanada brachten.
Trotz aller Anstrengungen, die nordamerikanischen Irish Dancers unter Kontrolle zu bringen, gab es 1967 nur 17 von An Coimisiún zertifizierte Tanzlehrer und fünf Wertungsrichter in den USA. Erst um diese Zeit begann An Coimisiún aktiv, die USA und auch Kanada unter Ausnutzung der I.D.T.A.N.A. systematisch zu organisieren. In diesem Jahr fanden die ersten Zertifizierungsprüfungen auf amerikanischem Boden statt. Prüfer im Roosevelt Hotel in New York sowie in San Francisco waren Tomás Ó Faircheallaigh, Marie Walsh und Cormac McGinley, als Musiker fungierten Eugene O'Donnell und Larry Redican. Da es der I.D.T.A.N.A. in den drei Jahren zuvor nicht gelungen war, die Mehrzahl der Tanzlehrer zum Beitritt zu bewegen, stärkte sie nun durch etwa 50 neue Lehrer aus den Reihen ihrer eigenen Schüler ihre Position und machte sich bereit, die unabhängig gebliebenen alten Tanzlehrer durch diese Masse an die Wand zu drängen. Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wuchs so die Zahl der registrierten amerikanischen Irish-Dancing-Lehrer so weit an, dass sie den größten Anteil unter den von An Coimisiún außerhalb Irlands zertifizierten Tanzlehrern stellten. Im Jahr 2000 waren 377 von An Coimisiún zertifizierte T.C.R.G. in den USA registriert. Hinzu kamen weitere 55 in Kanada.
Im Norden Amerikas, also den USA und Kanada, bestand auch nach der Abspaltung von An Comhdháil die Doppelstruktur von Tanzkommission und Tanzlehrerverband unter der Vorherrschaft von An Coimisiún fort. Der nordamerikanische Tanzlehrerverband I.D.T.A.N.A. war zwar nach dem Vorbild der irischen I.D.T.A. gegründet worden, jedoch nicht als Teil der I.D.T.A., sondern unter direkter Kontrolle von An Coimisiún. Folglich vollzog die I.D.T.A.N.A. die Abspaltung der I.D.T.A. nicht mit, sondern behielt ihre Anbindung an An Coimisiún bei. Nur wenige amerikanische Tanzlehrer solidarisierten sich mit ihren irischen Kollegen und wechselten zu An Comhdháil. Ergänzt wurde die I.D.T.A.N.A. durch die North American Feis Commission (N.A.F.C.), die in Nordamerika als Überwachungsorganisation für die Tanzwettbewerbe 1968 gegründet wurde. Die N.A.F.C. sollte in den USA und Kanada die gleichen Überwachungsaufgaben wie An Coimisiún in Irland und Britannien übernehmen, ohne jedoch irgend eine eigenständige Entscheidungsbefugnis zu haben. In den folgenden Jahrzehnten setzte sie die strengen Regeln von An Coimisiún in ihrem Territorium konsequent und hart durch und herrschte um das Jahr 2000 herum über ein Netz aus etwa 200 Feiseanna, an denen viele der etwa 50000 Irish-Dancing-Schüler in den USA und Kanada teilnahmen.
Die I.D.T.A.N.A. selbst bestand seit 1976 eigentlich fast nur auf dem Papier, denn die eigentlichen organisatorischen Aktivitäten wurden von ihren sieben Regionalorganisationen in den USA und Kanada getragen. An Coimisiún hatte nach den schlechten Erfahrungen mit der I.D.T.A. in Irland die ihr zu groß und mächtig werdende Organisation in einzelne Regionen zerbrochen, um sie besser kontrollieren und steuern zu können. Die Western Canada Irish Dance Teachers Association (W.C.I.D.T.A.) war für das westliche Kanada mit British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba zuständig, die Irish Dance Teachers Association of Canada Eastern Region (I.D.T.A.C.E.R.) für das östliche Kanada mit Ontario, Quebec, Nova Scotia und New Brunswick. Beide zusammen stellten die Irish Dance Teachers Association of Canada (I.D.T.A.C.) dar, die aber ebenfalls eigentlich fast nur auf dem Papier bestand. Die USA wurde bei der I.D.T.A.N.A. in fünf Regionen eingeteilt. Die Western United States Region (W.U.S.R.-I.D.T.A.N.A.) war für die westlichen USA zuständig, die Irish Dance Teachers Association of Mid-America (I.D.T.A.M.A.) für die mittleren Bundesstaaten, die Eastern Region Irish Dance Teachers Association (E.R.I.D.T.A.) für die östliche Region und die I.D.T.A.N.A. - Southern Region (I.D.T.A.N.A.-S.R.) für die südlichen USA. Außerdem gab es noch die Irish Dance Teachers Association of New England (I.D.T.A.N.E.), in der die irischen Tanzlehrer der US-amerikanischen Neu-England-Staaten organisiert waren.

Regionen der I.D.T.A.N.A.
Die Mitglieder der I.D.T.A.N.A. sind automatisch auch bei An Coimisiún registriert und müssen dafür bei beiden Organisationen jährliche Beiträge zahlen, obwohl sie nur Mitglieder der I.D.T.A.N.A. sind und kein direktes Mitspracherecht bei An Coimisiún haben. Tanzlehrer, die in unterschiedlichen Regionen tätig sind, müssen sich auch bei mehreren Regionalorganisationen registrieren lassen. 2004 hatte die I.D.T.A.N.A. insgesamt mehr als 500 Mitglieder. Im gleichen Jahr stellte sie 16 Mitglieder von An Coimisiún, davon sechs für bestimmte Regionen Nordamerikas zuständige Vizepräsidenten.
Durch die im 19. Jahrhundert durchgeführten Deportationen irischer Nationalisten nach Australien entwickelte sich dort schon früher als in Amerika eine irische Tanzszene. Unterricht im Irish Dancing wurde dort bereits Mitte des 19. Jahrhunderts, vorwiegend in katholischen Schulen, erteilt. 1866 gab es die ersten regionalen Meisterschaften in Queensland. Jedoch blieb die Organisation der Tanzschulen und Tanzwettbewerbe lange Zeit zersplittert und entzog sich bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der Kontrolle der weit entfernten irischen Tanzkommission. Obwohl schon Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts einige australische Lehrer auf die Linie von An Coimisiún einschwenkten, etablierte sie sich dort endgültig erst im September 1969 mit den ersten direkt in Australien durchgeführten T.C.R.G.-Prüfungen.
Geraldine O'Shea aus Melbourne war 1953 die erste australische Lehrerin, die die T.C.R.G.-Prüfung in Irland ablegte. Ausgestattet mit diesem Zeugnis ihrer Professionalität aus dem irischen Mutterland entwickelte sie ihre Tanzschule schnell zu einer Kaderschmiede für eine neue, auf An Coimisiún fixierte Irish-Dancing-Szene in Australien. Ihre organisatorische Basis ist seit 1968 die Australian Irish Dancing Association (A.I.D.A.) als australische Regionalorganisation von An Coimisiún. 2000 waren in Australien 131 Lehrer mit T.C.R.G. bei An Coimisiún registriert.
Die irische Zuwanderung nach Neuseeland war nicht so stark wie nach Ausstralien. Zwar gab es in Neuseeland infolge des Goldrausches in Central Otago gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch gewisse irische Tanzaktivitäten. Der erste organisierte Wettbewerb fand jedoch erst 1950 in Christchurch statt. Und erst 1972 stellte An Coimisiún die Organisation der Irish-Dancing-Schulen in Neuseeland auf eine solide Basis, indem zum ersten Mal im Land selbst T.C.R.G.-Prüfungen abgehalten wurden. Als neuseeländische Regionalorganisation fungiert die Traditional Irish Dancing Association of New Zealand (T.I.D.A.N.Z.). Sie hatte 2000 bereits 23 Mitglieder mit T.C.R.G. von An Coimisiún.
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Letzte Änderung: 1. Januar 2007 - © Kunst des Denkens 2003-2007
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